Sarah Koba

Sarah Koba

PALMARES

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1996

1996 startete ich das erste Mal an einem Swisspower Cup. Leider noch ohne den kleinsten Erfolg - im Samariterzelt kam ich wieder zu mir. In einer steilen Abfahrt (zu dieser Zeit noch als steil empfunden) verlagerte ich mein Gewicht in die falsche Richtung und so kam es, dass es mich überschlug. Eine leichte Gehirnerschütterung war das Resultat meines ersten Renneinsatzes.
Nach einem zweiten Zwischenfall, bei dem ich frontal gegen ein Auto fuhr, ging es dann bergauf und ich beendete die Saison mit dem zweiten Platz in der Gesamtwertung.

1997-2000

Startete ich hauptsächlich in der Swisspower Cup Rennserie. Diverse Erfolge und 1999 den Sieg in der Gesamtwertung ermöglichten mir den Eintritt ins Juniorennationalkader.

2001

Fing ich in der Firma Vetsch Int. Transporte mit der Lehre zur Kaufmännischen Angestellten an. Was leider bedeutete, dass ich drei Sachen (Arbeit, Schule und Sport) unter einen Hut bringen musste. Was leider nicht immer sehr einfach war. Mir fehlte die Zeit und der freie Kopf zum Trainieren. Was sich leider deutlich in meinen Leistungen widerspiegelte. In der Vergangenheit machte ich von Jahr zu Jahr immer einen schönen Leistungssprung. Dieser blieb leider aus. Trotzdem schaffte ich die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Vail. Leider nicht im CH-Nationalteam. Da ich zu dieser Zeit noch keinen CH-Pass besass. So flog ich im September mit der AT-Nationalmannschaft nach Amerika und wurde an meiner ersten Weltmeisterschaft 9te.

2002

SM Gossau

Der Start in die neue Saison gelang mir nur schlecht. Schweres Asthma behinderte mich stark und meine Leistungen wurden nur langsam besser. Dank der grossen Hilfe meines Umfeldes schaffte ich diese nicht leicht Zeit und fühlte mich von Rennen zu Rennen stärker.
Und mit zwei Wochen super Vorbereitung am Gardasee mit meiner Familie startete ich kurz nach meinem Geburtstag zur Schweizermeisterschaft in Gossau.
Mit viel Glück war Platz 3 realistisch.
Mein Vater sagt immer, SM/EM/WM und Olympia sind spezielle Rennen. Und es war wirklich so, ich fuhr meinem ersten grossen Titel entgegen. Dementsprechend waren auch meine Glücksgefühle im Ziel.


WM Kaprun

Durch meinen Schweizermeistertitel in Gossau hatte ich mich für die Weltmeisterschaft in Kaprun qualifiziert. Top motiviert fuhren wir nach Kaprun. Ich fühlte mich sehr wohl, da ich meinen Vater und Trainer dabei hatte und so wusste ich, dass ich am Freitag ein super Rennen fahren konnte. Ehe ich mich umsah war es so weit und ich stand an der Startlinie. Alles lief gut und ich reite mich auf Platz 4 ein. Da ich die Tschechin vor mir nicht mehr gesehen habe, gab ich mich bereits mit Platz 4 ab. Relativ ruhig ging ich in die Abfahrt, kam unten raus, und was sah ich da? Platz 3 Zehn Meter vor mir! Ich gab alles, doch leider war sie genug stark um den Vorsprung zu halten. So wurde es Platz 4 an meiner zweiten Weltmeisterschaft.

2003

Machte ich meinen Lehrabschluss, was für mich hiess, dass ich das Fahrrad eine Weile in der Garage stehen lies, um mich auf die LAP vorbereiten zu können. Dies glückte mir und ich beendete im Juli meine Lehre. Auf dem Rad hatte ich leider nicht so viel Erfolg. Trotz der LAP hatte ich hohe Ziele welche ich aber wegen dem Trainingsrückstand sowie gesundheitlichen Problemen nicht erreichen konnte. Daher war die bestandene Lehrabschlussprüfung mein einziges Highlight in diesem Jahr.

2004

Eine Saison später knöpfte ich leider da an, wo ich 2003 aufgehört hatte. Jeden Monat war ich mind. 4 Tage krank, was mir nie einen guten Aufbau ermöglichte. Ich kam an den Punkt, wo ich anfing meine Ziele umzuformulieren. Es waren nicht mehr Ränge oder Athletinnen, sondern ich alleine war mein Ziel. Gesund zu sein, den Wettkampf am eigenen Limit zu fahren, waren meine neuen Ziele.
Im September wagte ich den Start am Weltcupfinale in Livigno. Ohne jeglichen Druck fuhr ich ein super Rennen und belegte Rang 27. Überglücklich und mit Selbstvertrauen getankt startete ich eine Woche später am Swisspower Cup in Hasliberg und wurde 3te. Durch diese zwei super Rennen hatte ich wieder an Selbstvertrauen gewonnen und konnte so Top motiviert in die Winterpause gehen.

2005

Nach einem guten Winter startete ich mit Rang 29 positiv am ersten Weltcup in Belgien. Kurz darauf kam der nächste Rückschlag und starke Knieschmerzen zwangen mich zu 3 Wochen pause. Die Pause war hart, da ich kurz vor meinem wichtigsten Qualiblock war. Eine Woche blieb mir dann zur Vorbereitung. Bei beiden Rennen schaffte ich es knapp in die Top 50. Was nicht klar für die EM-Qualifikation reichte. So wusste ich, dass ich an der Schweizermeisterschaft Top sein musste. Die Woche vor der SM fühlte ich mich noch super, konnte das Rennen kaum erwartet. Doch was war am Renntag? Es ging nichts, gar nichts. Das erste Mal passierte ich das Ziel als 13te. Was nicht wirklich meinen Vorstellungen entsprach. Da gab es nur eins, beissen was das zeug hält. Rang 7 war das Resultat. Was ganz klar nicht meinen Vorstellungen entsprach.
Doch etwas Positives gab es an diesem Tag. Ich hatte def. die Quali für die Europameisterschaft in Belgien geschafft. Jetzt gab es nur eins, nach vorne schauen und auf die EM konzentrieren. Ich fühlte mich wieder gut und fuhr am Donnerstag nach Kluisbergen. Top motiviert starte ich und zu meinen Gunsten fing es nach kurzer Renndauer Vollgas an zu regnen. So erforderte der Kurs sehr viel Feingefühl, was ich unglaublich gerne habe. So fuhr ich ein super Rennen und kam als 20igste ins Ziel. Überglücklich rief ich gleich zuhause an, konnte aber vor lauter Freude nichts sagen, sondern weinte nur.
Nach knapp 2 Wochen Vorbereitung in der Höhe starteten wir am ersten Septemberwochenende im italienischen Livigno zur Weltmeisterschaft. Etwas unsicher durch meine vorhergehenden Rückenschmerzen aber Top motiviert und nervös starteten wir um 11.00 Uhr.
Von Start weg war es grausam hart und ich fühlte mich nie richtig gut. Dank meinem tollen Umfeld, welches sich auf der ganzen Strecke verteilt hatte und mich unglaublich toll anfeuerte, viel mir das Leiden ein wenig leichter und ich konnte zufrieden als 32te das Ziel passieren.

2006

Entschied ich mich, dass ich was unternehmen musste. Ende Saison (2005) legte ich eine längere Pause ein und trotzdem hatte ich eine Kieferhöhlenentzündung nach der anderen. Und ständige Halsschmerzen vor wichtigen Wettkämpfen gaben Grund genug einen guten Sportarzt aufzusuchen. Nach einem längeren Gespräch mit Christian Schlegel entschlossen wir uns, dass ich einen Untersuch beim Hals-Nasen-Ohren Spezialist mache, um zu schauen, ob wirklich alles gut war. Fazit dieses Untersuchung: Vernarbte Mandeln und meine Nasengänge waren zu eng (Grund für die Kieferhöhlenentzündungen).
Ab da ging alles schnell, am 22.12.05 wurde ich operiert. Und konnte mit einwenig Überredungskunst am Heiligen Abend nachhause. Anschliessend war 2Wochen volle Bettruhe angesagt. Anfang Januar konnte ich dann langsam wieder mit einwenig Training beginnen.

2007-2008

Nach meiner super Saison im 2006 und der nicht so idealen im 2007 entschloss ich mich, den Schritt zum Sportvollprofi zu wagen, um mich ungestört auf die Olympischen Spiele 2008 in Peking vorzubereiten und für Quali- und Wettkampfphase genügend Zeit zu haben. Im Nachhinein sollte ich merken, dass es gar nicht so einfach ist, mit mehr Zeit richtig umzugehen, wenn man alles alleine organisiert und sozusagen im Erreichen des hoch gesteckten Ziels auf sich alleine gestellt ist. Mir fehlte zudem der Ausgleich zum Sport. Genau diesen genoss ich so sehr in meiner Zeit als KV-Lehrling. Zum letztendlichen Scheitern dazu kam, dass ich mir selbst zu viel Druck machte, indem ich zu viel von mir erwartete. Als Folgeerscheinung machte mir mein Körper öfters einen Strich durch die Rechnung. Ich war abwechslungsweise krank oder verletzt. Ja, und so kam ich nie richtig in Form. Wenns nicht läuft, dann läufts einfach nicht...

Als Konsequenz der missglückten Olympiasaison 2008 vollzog ich auf Anfang 2009 einen Teamwechsel und stellt mein gesamtes Umfeld sowie Material um. Plötzlich überwogen wiederum die positiven Gefühle, negative Erlebnisse sehe ich rückblickend als wichtige Lernphasen, die mich im Prinzip stärker machten. Nun gilt es also, nach vorne zu schauen und mit neuer Kraft und frischer Motivation wieder zu Höchstleistungen aufzulaufen. Die Richtung stimmt... :)